Projektbericht für tele-Akademie Furtwangen, ENLT F01

 

Gegenstand und Zielsetzung des Projekts

Der Schwerpunkt meiner Projektarbeit im zweiten Kurshalbjahr sollte im Bereich praxisorientierte Mediennutzung liegen. Bis September 2001 habe ich vier Projektideen verfolgt:

1. Projektantrag für Internetpräsenz "Weiterbildungsberatung für hessische Lehrkräfte";

2. Auflösung einer bestehenden Internetseite und Transfer der Inhalte auf eine neue Seite;

3. Bedarfserhebung für online- Unterstützung in Fortbildungen des HeLP
(Hessisches Landesinstitut für Pädagogik)

4. Grundlegende Revision der Lecture „Health Promotion – An Overview“

Den Ausschlag für den Antrag auf eine Internetpräsenz Weiterbildungsberatung für hessische Lehrkräfte gab dann die Neugier, mich in der Formulierung eines Projektantrags zu üben, dabei fachliche Unterstützung durch die tele-Akademie zu bekommen und im Laufe der Projektarbeit die Realisierbarkeit im beruflichen Kontext zu prüfen.

 

Realisierungsgrad

Im Vergleich zur Projektskizze von Anfang Oktober 2001 ist die bisherige Arbeit bedeutend weniger praktisch ausgerichtet gewesen als ich mir das vorgestellt hatte. Das hatte aber auch sein Gutes: 1. Institutsintern kam auf der Ebene, die über Einsatz von Personalressourcen entscheidet, zwar so gut wie keine Resonanz (= Ablehnung gegenüber der Idee), aber potentielle Nutzer/innen fanden einhellig die Idee gut ("Da ist ja so ein Chaos, da blickt ja keiner mehr durch, das wäre doch gut, wenn da ein/e Ansprechpartner/in wäre").

2. Die Einsicht, dass es sich lohnt, die Ziele, die zu erwartenden Ergebnisse und die Kosten der Internetpräsenz genau zu planen, bevor ich mit der Gestaltung der Seiten loslege, beruhte auf einem "Learning by doing"– Prozess.

 

Probleme

Lösungen

Bezug zum Fernstudium

Mit Mediendidaktik, Medienpädagogik und Medieninformatik habe ich mich bisher wenig beschäftigt; die Studienbriefe waren da  ein sehr guter Anlass.

 

Zukunftsperspektive

Nachdem klar ist, dass im HeLP für diese Arbeit keine Ressourcen bereitgestellt werden, gibt es momentan drei Optionen, die bisherige Arbeit weiterzuentwickeln.

 

Erste Option:

Der Bereich „Weiterbildungsberatung“ und dessen „Vermarktung“ im Hessischen Bildungsserver wird ehrenamtlich angeboten, und dafür wird ein „Patenbereich" eingerichtet. Die Leitung des Bildungsservers ist der Idee  gewogen und damit einverstanden, allerdings müssen die Seiten dann auf die Struktur des Bildungsservers (http://www.bildung.hessen.de/).und auf ZECOM (Zope Educational Content Management) umgestellt werden. Die formale Umstruktierung böte auch Anlass, dem für hessische Lehrkräfte aufgrund gesetzlicher Vorgaben sehr eng ausgelegten Weiterbildungsbegriff Rechnung zu tragen. Am 07.02.2002 habe ich mir einen nur intern zugänglichen Testbereich beim Bildungsserver einrichten lassen (Die Überschriften kann ich ändern):


 

Zweite Option

Der Bereich „Weiterbildungsberatung“ wird ein Unterbereich in einer größeren Webpräsenz und außerhalb des HeLP realisiert. Die Bestrebungen, ein landesweites datenbankgestütztes Informationssystem zu entwickeln - gleichzeitig mit der Entwicklung eines landesweiten Weiterbildungsberichtssystems -, sind erst in den Anfängen, und bisher ist es bei drei datenbankgestützten, regionalen Informationssystemen, die auf regionaler Initiative beruhen, geblieben:
1.
http://www.weiterbildung-starkenburg.de

2.  http://www.weiterbildung-odenwald.de/
3. http://www.rwb-lahn-dill.de/

Der Druck, der vom BMB+F durch Unterstützung des Aufbaus eines bundesweiten Weiterbildungssystems "InfoWeb Weiterbildung" ausgeht, könnte diese Idee vorantreiben. Zwei Domänen sind beantragt (weiterbildungs-info-hessen und weiterbildung-hessen ), und  nach Einigung auf eine Domäne könnte man gemeinsam dem landesweiten Anliegen eine vorläufige Plattform geben und nach Vorsondierung eventuell einen Antrag zur Unterstützung bei der Landesinitiative Hessen-media (http://www.hessen-media.de/ einreichen. Hier brauche ich noch einen fachlichen Kommentar der tele-Akademie.

 

Dritte Option

Die Beratungsstelle für Weiterbildung Rhein-Main wird nur mehr mit ein paar EURO vom Land Hessen (Hessisches Kultusministerium) unterstützt, kann aber dank städtischer Zuschüsse noch ein Minimalangebot an Beratungsleitungen anbieten. Hier könnte es Interesse geben, einige meiner  bisher  erarbeiteten Inhalte zu übernehmen und an den Bedarf der Beratungsstelle anzupassen. Zu klären wäre, ob ein erweiterter Webauftritt der Beratungsstelle z.Bsp.  im Rahmen einer SGB III Weiterbildungsmaßnahme der Bundesanstalt für Arbeit realisiert werden kann. Hier bleibt das Problem, dass die dann notwendige kontinuierliche Pflege und Betreuung aufgrund der gestrichenen Landeszuschüsse und der mangelnden Personalkapazitäten nicht gewährleistet ist.

 

Keine der drei oben kurz dargestellten Optionen kann im Alleingang und nebenberuflich als Hobby realisiert werden. Ich bin gespannt auf eine Rückmeldung des Lesers/der Leserin dieses Berichts, was er/sie tun würde!
 

Persönlicher Gewinn

Ich habe viel gelernt darüber, wie Bürokratien funktionieren und wie Institutionen miteinander konkurrieren: viele Akteure, viele Interessen. Mir ist bei Versuchen der Umsetzung einer Webseite klar geworden, wie sehr die Technik die Inhalte dominieren kann.
 

Folgende Informationen werden auf Anfrage zugesandt:

 

Frankfurt, Februar 2002, Dorothea Luke
Kritik, Anregungen und Feedback sind immer willkommen bei
dluke@web.de